Verkündigung und Sakramente
Das 2. Vatikanische Konzil bezeichnet die Kirche mit Vorliebe als Volk Gottes, als die Gemeinschaft, die in besonderer Weise Gott gehört und für ihn lebt. Darum wird die Kirche auch als Sakrament des Heils bezeichnet, das heisst als Zeichen für die Nähe und Liebe Gottes. In dieser Liebe Gottes lebt Jesus Christus noch heute weiter in seiner Kirche. Er ist die Lebenskraft dieser Gemeinschaft und trägt sie bis zum Ende der Zeiten.
Aus dieser Kraft will auch unsere Pfarrei versuchen, Kirche, das heisst Zeichen der Nähe und Liebe Gottes zu sein. Dabei kommt es auf jeden an, denn wir alle sind Kirche, Volk Gottes. Die Kirche ist so jung, so lebendig, so rückständig, so...leblos, so ausstrahlend, so überzeugt wie jede und jeder von uns in ihr ist!
Seelsorge
Seelsorge im Sinne des persönlichen Gesprächs, der Beratung, der Begleitung in schwierigen Lebensphasen ist uns ein wichtiges Anliegen. Es muss sich dabei nicht nur um etwas Schweres handeln, es darf auch der Wunsch nach einem ganz gewöhnlichen Gespräch sein, auch einfach der Wunsch, einmal mit dem Deakn, Daniel Bachmann, über dies und jenes zu reden.
Leider ist die Sorge um den einzelnen Menschen dem Seelsorger allein nicht mehr im gleichen Masse wie früher möglich. Dennoch ist es gerade heute besonders wichtig, weil viele unter Vereinsamung und Kontaktarmut leiden. Erfreulicherweise fühlen sich immer mehr Gläubige für unsere Pfarrei als lebendige Gemeinde mitverantwortlich. Ein ehrenamtlicher Einsatz ist es doch letzlich, was in einer weitgehend unsolidarischen Welt unsere Kirche glaubwürdig macht und Zeugnis für Gott gibt.
Wir bitten darum alle Christinnen und Christen, in der eigenen Nachbarschaft die Augen offen zu halten und sich um den Mitmenschen zu sorgen. Dadurch wächst und verwirklicht sich immer mehr Kirche als Ort, an welchem Gottes Liebe in unserer Welt aufleuchtet.
Wenn Sie das Bedürfnis verspüren, mit uns zu reden, so rufen Sie uns an - wenn wir vernommen haben, dass Sie krank sind oder etwas Bedrückendes, Schweres erleben, werden wir Sie anrufen.
Gottesdienste / Eucharistie
Der Gottesdienst ist der Mittelpunkt des christlichen Lebens in der Gemeinde - ein Ort des Hörens, des Feierns, ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft - aber auch ein gemeinsames Suchen nach der Quelle, aus der wir Zuversicht, Kraft und Mut für unser Leben schöpfen.
In unserer Pfarrei feiern wir Eucharistie am Wochenende (Samstagabend oder Sonntagmorgen) und an einzelnen Werktagen. Wir gestalten diese Feiern den verschiedenen Erwartungen entsprechend abwechslungsreich (mit Kirchenchor, Jugendchor, Liturgiegruppe, Instrumentalisten, auch als Gemeinschafts- und Familiengottesdienste mit modernen Liedern und Texten).
Die Kinder der 3. Klasse werden nach Ostern zum ersten Mal zur hl. Eucharistie hingeführt.
Taufe
Durch das Zeichen der Taufe wird der Mensch in die Gemeinschaft der Christenfamilie aufge- nommen. Ihm wird der Heilige Geist, das göttliche Leben Christi geschenkt. Dadurch wird er Christ - ein Kind Gottes- und ist in Gott geborgen und gehalten.
Bei der Kindertaufe sagen die Eltern und Paten - stellvertretend für das Kind - JA zur Verbundenheit mit Jesus Christus und seiner Kirche. Das heisst: Sie verpflichten sich, gemeinsam das Kind im Glauben zu erziehen und in die Gemeinschaft der Kirche einzuführen.
In Tänikon feiern wir das Sakrament der Taufe am Sonntag, während oder anschliessend an den Gottesdienst. Wenn Sie bereit sind, Ihr Kind taufen zu lassen, so melden Sie dies bitte beim Pfarramt an, um den Zeitpunkt für Taufgespräch und Taufe zu vereinbaren.
Versöhnung
Jeder Christ gerät auf seinem Weg in Situationen, in welchem er seine Unvollkommenheit, seine Schwäche, sein Versagen und seine Schuld erfährt.
Zeichen der Umkehr und Neubesinnung sind Beichte und Bussfeier. Wir dürfen erfahren, dass Gott uns immer wieder die Schuld vergibt und zu einem Neuanfang ermutigt. Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben..., das ist unser Auftrag: Die Vergebung Gottes, die wir von ihm empfangen, an alle weiterzugeben.
Das Sakrament der Busse wird in folgenden Formen gespendet:
- im persönlichen Beichtgespräch, (Offizielle Beichtzeiten oder nach Vereinbarung mit einem Priester.)
- in gemeinsamen Buss- und Versöhnungsfeiern vor den grossen Festtagen (Weihnachten, Ostern)
Die Kinder der 2. Klasse werden zum Sakrament der Versöhnung hingeführt. Danach werden sie zu Schülerbeichten und Bussfeiern eingeladen.
Firmung
Die Firmung vollendet - nach der Taufe und der hl. Kommunion - die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche. Während bei der Kindertaufe die Eltern und Paten JA zum Glauben und zur Kirche gesagt haben, bekennt der Firmling selber den Willen zum christlichen Leben in der kirchlichen Gemeinschaft. So empfangen die jungen Christen durch die Salbung mit Chrisam und Handauflegung in besonderer Weise die Kraft des Heiligen Geistes, der uns stark und froh macht. Er befähigt die Gefirmten, Zeugnis für Gott zu geben und sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Es ist unsere Lebensaufgabe als gefirmte Menschen Verantwortung in Kirche und Welt zu übernehmen.
Die Firmung wird abwechslungsweise in Aadorf und Tänikon den Jugendlichen der 3. Oberstufe in der Zeit um Pfingsten in einem feierlichen Gemeindegottesdienst gespendet.
Kirchliche Trauung
Im Ehesakrament stellen wir das Geheimnis der partnerschaftlichen Liebe zwischen Frau und Mann in die Tiefe der Liebe und Treue Gottes hinein und bitten Gott um seinen besonderen Beistand. Gerade in der heutigen Zeit spüren wir, wie wichtig der Beistand Gottes und der christlichen Gemeinde ist, damit die Ehegemeinschaft gelingt und die Kinder in der Familie Geborgenheit erfahren.
Um diesen wichtigen Schritt bewusst zu vollziehen, werden Ehevorbereitungskurse angeboten, die man am besten ein halbes oder ein Jahr vor der Trauung besucht.
Grundsätzlich ist für die kirchliche Trauung der Pfarreileiter am Wohnort des Paares oder eines der Partner zuständig. Mit ihm sind rechtzeitig Hochzeitstermin und Traugespräch zu vereinbaren, die Ehedokumente auszufüllen und die mögliche Gestaltung des Gottesdienstes vorzubesprechen.
Für konfessionsverschiedene Partner gibt es die Möglichkeit der ökumenischen Trauung durch Amtsträger beider oder nur einer Kirche. (Die Modalitäten werden beim vorangehenden Traugespräch besprochen und geregelt).
Krankensalbung
Krankheit und Gebrechen können einen Menschen ganz unerwartet treffen. Da ist es wichtig, dass sich der Kranke oder auch der alte Mensch in einer Gemeinschaft eingebettet weiss, die sich seiner annimmt. Es war immer eine grosse Sorge der Kirche, kranke Menschen in ihren schweren Stunden zu begleiten und ihnen beizustehen. Das Sakrament der Krankensalbung ist das sichtbare Zeichen, dass Gott den Kranken und gebrechlichen Menschen nahe sein und sie stärken will. Er vergibt die Schuld, schenkt neuen Mut und die Kraft, sich immer mehr der Liebe Gottes anzuvertrauen.
Kranke und Betagte, die das Sakrament der Krankensalbung empfangen wollen, mögen dies bitte im Pfarramt melden.
Am Krankensonntag ist in einer besonderen Feier die Spendung der Krankensalbung vorgesehen.
Tod Begräbnis
Im Tod begegnen wir Jesus Christus in seiner Macht und Herrlichkeit. Diese Begegnung wird für uns richtend, reinigend und befreiend sein. Am Ziel dieses irdischen Lebens dürfen wir das ersehnte Himmelreich, die ewige Herrlichkeit Gottes erfahren.
Die Verbundenheit mit den Verstorbenen bringt die Kirche in den Gedächtnisgottesdiensten, im fürbittenden Gebet oder in Jahrzeitstiftungen zum Ausdruck. Diese Form des dankbaren Gedenkens ist ein Zeichen der lebendigen Gemeinschaft der Familie und der Pfarrei über den Tod hinaus.
Mess-Stiftungen für Verstorbene werden mit dem Pfarramt vereinbart, ebenso deren Veröffentlichung im Pfarreiblatt.
Bei Todesfällen wenden sich die Angehörigen zuerst an das Pfarramt Tänikon, um mit dem zuständigen Seelsorger den Zeitpunkt der Bestattung zu vereinbaren. Anschliessend erfolgt die Meldung an das Zivilstandsamt Aadorf. Die Bestattung ist normalerweise um 10.00 Uhr (Besammlung der Trauergemeinschaft vor der Kirche). Im Anschluss daran folgen Abdankungsfeier und Auferstehungs-Gottesdienst in der Kirche.